Zwei starke Gegner

TSV Berg – TSV Ehningen (Samstag, 13:30 h)

Für das Spiel am Samstag drängt sich ein Wortspiel geradezu auf: nach diesem Auswärtsspiel ist der TSV Ehningen endlich über dem Berg! Das bezieht sich darauf, dass man nach dieser Partie gegen alle sieben Mannschaften die in der Tabelle oben stehen gespielt hat.

Das nährt auch die Hoffnung, entweder schon jetzt oder dann ab dem nächsten Spiel wieder das Punktekonto auffüllen zu können. Das Urteil von Johannes Pfeiffer nach der unnötigen Heimpleite gegen Hofherrnweiler-Unterrombach war recht hart, inzwischen ist aber wieder Optimismus eingekehrt und man wird versuchen, die Wende einzuleiten. Erstmals in der Saison steht der TSV Ehningen auf dem Relegationsplatz und will diesen natürlich gerne so früh wie möglich wieder verlassen.

„Das Spiel hätten wir nie unentschieden spielen dürfen“, sprach Bergs Trainer Oliver Ofentausek nach der Partie in Leinfelden-Echterdingen von einer gefühlten Niederlage. Bergs Fußballer waren eindeutig feldüberlegen, hatten zwischen 60 und 70 Prozent Ballbesitz und auch gute Torchancen. Aber: „Der letzte Ball und die absolute Entschlossenheit haben gefehlt. Ich hätte mir mehr Power, Tempo und Leidenschaft gewünscht“, sagte Ofentausek. Er vermisste die Gier auf die drei Punkte: „Mir ist es so vorgekommen, als wäre über die Hälfte der Mannschaft mit dem 1:1 zufrieden gewesen.“

Das entspricht nicht den Ansprüchen des Gastgebers am Wochenende und entsprechend wird man gegen die Schalkwiesenkicker zu Werke gehen. Zur personellen Situation der Blaugelben. Mikael Dagli hat sich beim Spiel der 2. Mannschaft verletzt, noch fehlt die Diagnose, vermutlich wird er ein paar Wochen fehlen. Max Grausam ist weiterhin verletzt, ansonsten gab es diese Woche ein paar kranke, angeschlagene oder auch arbeitstechnisch verhinderte Spieler. Von der Anzahl her, waren diese Woche ein bisschen weniger Spieler im Training, insgesamt wurde aber gut trainiert und man muss abwarten, wie es sich bis zum Wochenende entwickelt.

„Mit dem TSV Berg haben wir schon echt eine richtige Mammutaufgabe vor der Brust. Aus meiner Sicht eine Mannschaft, die auf jeden Fall, wie Schwäbisch Hall, Göppingen und Hollenbach in die Top vier gehört – für mich sind es sogar die Top-Favoriten der Liga.“ schätzt Trainer Johannes Pfeiffer die Ausgangslage ein.

„So hängen in diesem Auswärtsspiel die Früchte wie es kaum höher geht! Ich glaube trotzdem, dass vielleicht gerade darin, irgendwo die Chance liegt. Von außen rechnet keiner mit uns, gerade nach den letzten Wochen, die ja schon ziemlich herb waren. Gerade auch mit der Niederlage gegen Hofherrnweiler, die aus meiner Sicht sehr unnötig war.“ analysiert er. „Die Hoffnung liegt auch darin, dass uns der Gegner unterschätzt. Allerdings ist es so wie zuvor bei Göppingen, Schwäbisch Hall und Hofherrnweiler, dass Calcio mit einer totalen Defensivtaktik in der Woche vor dem Spiel gegen uns ein Unentschieden erreicht hat und sich die Mannschaften schwer tun damit. Dann kommen sie mit einer gewissen Wut im Bauch gegen uns. Auch Berg hat genau das erlebt und steht so in einer gewissen Bringschuld.“

„Wir schauen nach uns und wollen versuchen, in Berg zu punkten, auch wenn wir wissen, dass es sehr sehr schwer wird und, dass wir einen super Tag brauchen und der Gegner vielleicht auch ein bisschen Nachlässigkeiten zulässt. Dann ist auf jeden Fall was möglich und darauf wollen wir uns fokussieren.“ zeigt er die Hoffnung auf.

„Wir freuen uns auf die nächste Möglichkeit, das sind ja immer die Spiele, wo wir als Mannschaft sehr wenig verlieren können. Gerade mit Blick auf die nächsten Wochen, wenn dann Duelle gegen direkte Konkurrenten kommen, wird es noch mal wichtig sein, dass wir uns in dem Spiel gut präsentieren.“ ordnet der Coach ein.

„Natürlich ist es auch wichtig punktemäßig was mitzunehmen, weil es natürlich noch mehr Selbstvertrauen gibt, aber das können wir nicht immer beeinflussen. Das was wir beeinflussen können ist, dass wir kämpferisch eine gute Leistung an den Tag legen, daraus können wir dann am Ende des Tages auch viel Kraft für die nächsten Wochen ziehen und die werden wir definitiv noch brauchen. Es wird jetzt definitiv ein langer Herbst mit vielen Duellen gegen die Mannschaften aus unserer Tabellenregion. Deswegen sind wir auch weiterhin positiv, wollen Gas geben und uns jetzt auch in Berg wieder mit einem Erfolgserlebnis belohnen.“

Mitfahrinteressierte können noch kurzfristig versuchen sich zu melden!

KSC Sindelfingen – TSV Ehningen II (Sonntag, 13:00 h)

Einem urlaubsbedingen Fehlstart mit einer Niederlage und einem Unentschieden ließ der KSC Sindelfingen zuletzt zwei überzeugende Siege folgen. 7:0 gegen Steinenbronn und 6:2 gegen Jahn Büsnau – das bedeutet eine Ansage. Zuletzt wurde zwei mal der Relegationsplatz erreicht und mindestens ähnliches haben die Sindelfinger sicher auch in dieser Saison als Ziel.

Insofern treffen zwei ambitionierte Mannschaften aufeinander, die ihre ansteigende Form unter Beweis stellen wollen. Im Moment liegen noch 8 (!) Mannschaften mehr oder weniger gleichauf, daher wirkt sich eine Niederlage direkt aus.

„Uns erwartet der nächste Kracher. Für mich gehört der KSC zu den Top-Kandidaten, die vorne mitspielen wollen und es auch werden. Und natürlich wollen sie auch vorne mitspielen. Sie haben sich gefangen und man sieht einfach ihre Stärke und ihre Qualität.“ lässt Ishak Bayrak keinen Zweifel. „Die werden wahrscheinlich auch gegen uns versuchen, ihre Siegesserie weiter fortzusetzen. Umgekehrt wollen wir, vor allem nach dem Spiel gegen Magstadt, wo wir wirklich einen richtig guten Fußball gespielt haben, unsererseits nachlegen.“

„Wir haben für unsere Leistung und den Fußball den wir geboten haben übrigens ein großes Lob vom Magstadter Trainer bekommen. Genau daran wollen wir gegen den KSC anknüpfen.“ so der Ehninger Coach. „Es bestätigte auch, dass uns solche Gegner eher liegen, als Mannschaften die unten dabei sind.“

„Der KSC hat seine Stärken in der Offensive, sie erzielen im Schnitt 3-4 Tore pro Spiel. Wir haben eine gute Abwehr mit gerade mal drei Gegentoren bisher. Das wird also auch unter dem Aspekt interessant.“

„Letzte Runde haben wir beim KSC 1:4 verloren, diesmal wollen wir uns auf jeden Fall besser verkaufen. Natürlich haben die Sindelfinger eine große Fangemeinschaft, die die pusht und das bewirkt dann schon was bei denen. Da wird es auch mal ein bisschen hitzig. Dem müssen wir Herr werden, dafür spielen wir alle Fußball und das darf uns natürlich auch nicht einschüchtern. Wir wollen einfach nach Sindelfingen fahren und unsere nächsten Punkte einfahren – ich freue mich auf jeden Fall auf das Spiel.“ bleibt der Ehninger Spielertrainer optimistisch.