Countdown Richtung Saisonstart – 3

Seit Montag gibt hier es täglich Informationen/Artikel/Meinungen/Vorschau in Richtung der neuen Runde. Heute:

Wechselvolle Zeiten

Der Titel hat in früheren Zeiten dazu getaugt, die Chronik eines Vereines oder einer Firma zu überschreiben. Heute fasst er zusammen, was sich im Amateurfußball zwischen zwei Runden an Vereinswechseln abspielt. 

Zur Illustration ist beispielhaft ein Foto beigefügt, das die diesjährigen Wechsel in der Landesliga Staffel 2 zusammenfasst. In der Verbandsliga und anderen Klassen sieht es nicht viel anders aus (siehe auch FuPa-Vorschau Verbandsliga von gestern).

Eine Zahl von jeweils mehr als 10 Zu- oder Abgängen scheint im heutigen Amateurfußball normal zu sein. Das sind völlig ungewohnte Dimensionen und Ambitionen. Mit diesen jeweils völlig neuen Mannschaften werden jetzt große Zielsetzungen verkündet und angegangen. Fast in jeder Liga ist es so, dass fast zwei Drittel aller Vereine im vorderen Drittel mitspielen wollen. 

Ein weiteres Phänomen dieser Wechselorgien ist, dass sich die Trainer, bzw. auch in diesen Klassen bereits schon Trainerstäbe, mindestens bis Oktober darauf berufen, dass die völlig neue Mannschaft ja noch im Findungsprozess weilt.

Die Entwicklung geht aber weiter – bereits ab Dezember/Januar wenn man merkt, dass man mit seiner Mannschaft die für diese Saison gesteckten Ziele nicht erreicht, wird die neue Runde geplant – mit mindestens ebensovielen Wechseln und die jeweilige Liga wird ab diesem Moment in Unruhe versetzt, wer jetzt wohl nach der Runde wohin wechselt. 

Das ist insgesamt eine ungute Entwicklung. Wo früher Spielleiter oder Abteilungsleiter in ihrem Verein für das funktionieren der Mannschaften verantwortlich waren, muss es heute bei vielen Vereinen bis hinunter zur siebten Liga schon mindestens ein „Sportdirektor“ sein, der sich diesen Themen annimmt. Dazuhin tummeln sich selbst in diesen Sphären Spielerberater und natürlich dürfen auch die überambitionierten Väter nicht fehlen – die all das mit ihrem Filius erreichen wollen, was man selbst nicht geschafft hat.

Jeder mokiert sich über Spieler, die sich nicht an gegebene Zusagen halten – nur um im nächsten Fall selbst jemanden anzuwerben, der schon im Wort stand. 

All dies beschreibt eine Gemengenlage, die dem Amateurfußball gewiss mehr schadet als nützt und die eine ungute Entwicklung nach sich ziehen wird.

Leider kann sich auch der TSV Ehningen diesem Zustand nicht entziehen. Dem massiven Abgang von Spielern der Meistermannschaft konnte man dadurch begegnen, dass man einige Korsettstangen und viele junge Talente auf die Schalkwiese ziehen konnte. Dafür Dank und große Anerkennung an die sportliche Leitung und das Trainerteam mit den nötigen Verbindungen!

Der Titel hat in früheren Zeiten dazu getaugt, die Chronik eines Vereines oder einer Firma zu überschreiben. Heute fasst er zusammen, was sich im Amateurfußball zwischen zwei Runden an Vereinswechseln abspielt. 

Zur Illustration ist beispielhaft ein Foto beigefügt, das die diesjährigen Wechsel in der Landesliga Staffel 2 zusammenfasst. In der Verbandsliga und anderen Klassen sieht es nicht viel anders aus.

Eine Zahl von jeweils mehr als 10 Zu- oder Abgängen scheint im heutigen Amateurfußball normal zu sein. Das sind völlig ungewohnte Dimensionen und Ambitionen. Mit diesen jeweils völlig neuen Mannschaften werden jetzt große Zielsetzungen verkündet und angegangen. Fast in jeder Liga ist es so, dass fast zwei Drittel aller Vereine im vorderen Drittel mitspielen wollen. 

Ein weiteres Phänomen dieser Wechselorgien ist, dass sich die Trainer, bzw. auch in diesen Klassen bereits schon Trainerstäbe, mindestens bis Oktober darauf berufen, dass die völlig neue Mannschaft ja noch im Findungsprozess weilt.

Die Entwicklung geht aber weiter – bereits ab Dezember/Januar wenn man merkt, dass man mit seiner Mannschaft die für diese Saison gesteckten Ziele nicht erreicht, wird die neue Runde geplant – mit mindestens ebensovielen Wechseln und die jeweilige Liga wird ab diesem Moment in Unruhe versetzt, wer jetzt wohl nach der Runde wohin wechselt. 

Das ist insgesamt eine ungute Entwicklung. Wo früher Spielleiter oder Abteilungsleiter in ihrem Verein für das funktionieren der Mannschaften verantwortlich waren, muss es heute bei vielen Vereinen bis hinunter zur siebten Liga schon mindestens ein „Sportdirektor“ sein, der sich diesen Themen annimmt. Dazuhin tummeln sich selbst in diesen Sphären Spielerberater und natürlich dürfen auch die überambitionierten Väter nicht fehlen – die all das mit ihrem Filius erreichen wollen, was man selbst nicht geschafft hat.

Jeder mokiert sich über Spieler, die sich nicht an gegebene Zusagen halten – nur um im nächsten Fall selbst jemanden anzuwerben, der schon im Wort stand. 

All dies beschreibt eine Gemengenlage, die dem Amateurfußball gewiss mehr schadet als nützt und die eine ungute Entwicklung nach sich ziehen wird.

Leider kann sich auch der TSV Ehningen diesem Zustand nicht entziehen. Dem massiven Abgang von Spielern der Meistermannschaft konnte man dadurch begegnen, dass man einige Korsettstangen und viele junge Talente auf die Schalkwiese ziehen konnte. Dafür Dank und große Anerkennung an die sportliche Leitung und das Trainerteam mit den nötigen Verbindungen!