Doppelheimspieltag am Samstag !

TSV Ehningen – FSV Bietigheim-Bissingen (Samstag 14:00 Uhr)

Die Liga entwickelt sich dahin, dass sich ganz vorne vier Mannschaften absetzen, unten mit Platz 9 die Abstiegszone beginnt. In dieser befinden sich nicht nur die Blaugelben, sondern überraschend auch der Absteiger aus der Oberliga aus Bietigheim-Bissingen.

11 Jahre in der obersten Amateurspielklasse am Stück standen für die Gäste seit 2015 zu Buche. Vor einigen Monaten trennten die beiden Vereine noch zwei Spielklassen. Die Gäste holten im Oktober 2025 Daniel Zmpitas vom FV Löchgau als Trainer, er sollte den drohenden Abstieg verhindern, was allerdings nicht gelang.

Vor dieser Saison gab es einen größeren Umbruch mit 14 Zugängen und 16 Abgängen. Als Saisonziel wurde ein Platz im oberen Drittel angegeben, umso überraschender das bisherige Abschneiden. Allerdings sind die 08er überzeugt, sich da bald herauszuspielen.

Zuletzt gelangen zwei Erfolge in der Nachspielzeit gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen und Rutesheim und ein Unentschieden in Friedrichshafen. Remis gegen Schwäbisch-Hall und nur knappe Ein-Tore-Niederlagen gegen Berg und Hofherrnweiler-Unterrombach unterstreichen, dass die Gäste großes Potential haben.

„Wir waren bis auf Göppingen in keinem Spiel unterlegen, jeder Fehler von uns wird bestraft. Bis zum gegnerischen Sechzehner sieht unser Spiel ganz gut aus, danach fehlt uns die Durchschlagskraft. Wenn wir unseren Ballbesitz besser ummünzen würden, dann wären wir in den Top-Fünf. Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben“ unterstreicht André Sirianni (früher Regionalliga FC Astoria Walldorf) die Ambitionen.

Insofern steht der TSV Ehningen auch nur scheinbar vor einem Duell auf Augenhöhe. Es muss viel zusammenkommen, um dieses Heimspiel für sich entscheiden zu können. 

Personell ist die Lage weiter entspannt. Bis auf den verletzten Mikael Dagli sind alle anderen soweit spielfähig. Krankheiten sowie studien- oder arbeitsbedingte einzelne Abwesenheiten lassen erst in Richtung Wochenende absehen, wer alles zum Kader gehören wird. 

„Unser Gegner Bietigheim-Bissingen hat eine wirklich gute Mannschaft. Man kennt einige Spieler und ich hätte sie tatsächlich auch deutlich weiter oben eingeschätzt. Insofern bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die mit dem aktuellen Saisonverlauf nicht so wirklich zufrieden sind.  Die haben natürlich schon den Anspruch in Ehningen zu gewinnen.“ ist sich Johannes Pfeiffer der Ausgangslage bewusst. „Der FSV ist aus meiner Sicht auch Favorit, auch wenn es in der Tabelle relativ eng hergeht. Die haben doch den ein oder anderen Spieler dabei, der jahrelang Oberliga gespielt hat und auch eine gewisse Erfahrung und Reife mitbringt.“

„In fast allen Spielen ging es knapp zu und sie waren nie chancenlos. Von der Grundstruktur ähnlich wie Hollenbach und Göppingen, ist das eine qualitativ gute Mannschaft, die von den Einzelspielern her auch nicht in diese Tabellenregion gehört. Mit Sicherheit gab der Erfolg letzte Woche Hoffnung, den Turnaround zu schaffen und eine kleine Aufholjagd zu starten.“ analysiert der Ehninger Coach und schließt daraus. „Deswegen wird das auf jeden Fall kein einfaches Spiel. Es wird wichtig sein, dass wir gegen den Ball gut arbeiten und versuchen, unsere Stärken auf den Platz zu bekommen. Wir müssen aus dem Friedrichshafen-Spiel einiges mitnehmen. Es gab ein paar Sachen die waren in Ordnung, aber es gab auch ein paar Sachen die wir aufarbeiten und definitiv abstellen müssen . Die Fehlerhäufigkeit die wir dann an den Tag gelegt haben, würde sicher anders bestraft werden. Mehr Qualität am Ball haben und mit mehr Überzeugung auf dem Platz stehen ist die Losung. Genauso eine bessere Nutzung der sich bietenden Chancen. Es wird jetzt einfach wieder Zeit, dass wir die Effizienz vom Saisonanfang an den Tag legen. Mit Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft müssen wir versuchen, das Spielglück und das Momentum auf unsere Seite zu ziehen und so das Spiel für uns zu entscheiden.“

TSV Ehningen II – TSV Steinenbronn (Samstag, 16:30 h)

Zu einem ungewohnten Termin im Anschluss an die Verbandsligapartie trifft die zweite Mannschaft des TSV Ehningen auf die Gäste aus Steinenbronn. 

Nominell eine Begegnung, die man von der Tabellensituation her gewinnen will und kann, aber Achtung! Der Gegner kam mit zwei Unentschieden zu Beginn schwer in die Saison, um danach gegen die Spitzenmannschaften aus Magstadt, Musberg und KSC Sindelfingen zu unterliegen. Nur deswegen ist das Punktekonto noch etwas dünn bestückt, Siege gegen KFIB Sindelfingen (4:0) und zuletzt Büsnau II (3:2) deuten die wahre Stärke der Gäste an.

Vor der Runde wurde ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel formuliert. Es ist also Vorsicht geboten und man muss die eigenen Fähigkeiten abrufen, will man keine unangenehme Überraschung erleben. 

Der TSV Steinenbronn war geographisch immer ein „Grenzgänger“ zwischen den Bezirken Stuttgart und Böblingen. Durch die Neuordnung der Bezirke 2025 und die Neueinteilung der Kreisliga B vor dieser Spielzeit gehört der Club nun zu den Gegnern. 

„Steinenbronn ist einer von den unbekannten Gegnern für uns in der Liga. Die haben letzte Woche gegen Jahn Büsnau 4:2 gewonnen, also werden wir den Gegner auf gar keinen Fall unterschätzen.“ stellt sich Ishak Bayrak auf eine anspruchsvolle Aufgabe ein. „Wir hatten zuletzt spielfrei und haben in der ersten Woche im Training ein bisschen Gas rausgenommen, dafür haben wir diese Woche wieder Vollgas gegeben.“

„Wir werden uns gut auf das Spiel gegen Steinenbronn vorbereiten, in der letzten Saison sind wir meistens wenn wir so spielfrei waren ein wenig aus der Bahn geworfen worden. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir weiter sind wie letztes Jahr.“ hofft er auf eine Entwicklung.

„Wir werden natürlich in das Spiel genauso reingehen wie in die letzten Spiele und von Anfang an versuchen, Druck zu machen. So wollen wir das Ding so schnell wie möglich irgendwie klarmachen. Ich freue mich, dass es wieder los geht und die Jungs sind auch richtig heiß drauf. Deswegen hoffen wir, dass wir die drei Punkte in Ehningen behalten. Damit wollen wir unseren Tabellenplatz verteidigen, um zu Musberg und Magstadt weiter Kontakt zu halten.“ umreißt der Coach. „Gleichzeitig wollen wir zu den anderen Abstand gewinnen und hoffen, dass die irgendwie patzen. Daher heißt es wieder Vollgas geben und alles am Samstag reinhauen.“