Prüfungen vor heimischer Kulisse – beide Teams gefordert

TSV Ehningen – TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (Samstag, 14:00 h)

Wer meinte Trainer Johannes Pfeiffer stapelte vor den drei Heimspielen gegen Göppingen, Schwäbisch Hall und Hofherrnweiler-Unterrombach mit der Ansage tief, dass das Ziel sei 3 bis 4 Punkte zu holen, sieht sich getäuscht. Tatsächlich hat er die Stärke der Gegner richtig eingeschätzt und so steht man nach zwei der drei Spiele noch bei 0 Punkten.

War man nach den ersten vier Partien bei einer Ausbeute von 7 Punkten begeistert und zuversichtlich, überraschend gut mithalten zu können, sieht es nach den beiden Heimniederlagen mit 0:5 und 1:7 etwas kritischer aus. Zwar stehen die Blaugelben weiterhin über dem Strich, das heißt noch nicht auf den gefährdeten Plätzen, allerdings ist der Abstand nicht groß und man muss sehen, ob das Team von der Schalkwiese wieder in die Spur kommt.

Wenn man die Ausgangslage vor der Saison noch mal heranzieht, darf einen die Situation nicht wirklich überraschen. Man muss versuchen trotz allem kühlen Kopf zu bewahren und wieder die Stärken, die man schon gezeigt hat, aufs Feld zu bringen. Köpfe nach oben, Brust raus, heißt die Devise.

Dass der Gegner nicht freiwillig die Punkte in Ehningen lässt, versteht sich von selbst. Im Gegenteil, die Gäste aus der Nähe von Aalen haben nach einem Unentschieden und zwei darauf folgenden Niederlagen zu Saisonbeginn zuletzt drei Mal am Stück gewonnen, und so sogar den Anschluss nach oben herstellen können.

Personell hat der TSV Ehningen im Moment keine großen Sorgen. Max Grausam bleibt der einzige Dauerverletzte, was für ihn persönlich natürlich sehr sehr bitter ist. Simon Danquah hat das Mannschaftstraining wieder aufgenommen und Dean Boughanmi ist aus seinem Auslandsaufenthalt wieder zurück und an Bord.

„Die Herangehensweise nach den letzten beiden Niederlagen ist sehr schwierig. Statt, wie im ersten Moment aus der Emotion heraus auf die Mannschaft einzudreschen, muss man eher mit Fingerspitzengefühl agieren und so haben wir versucht, das Team positiv mitzunehmen.“ weist Johannes Pfeiffer auf die psychologische Situation hin. „Im Training war es auch noch nicht das beherrschende Thema, auch wenn die gemeinsame Videoanalyse noch aussteht und dann müssen wir natürlich auch definitiv Themen ansprechen, die nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorgestellt haben.“

„Wir werden die Fehler klar kommunizieren, und die Hoffnung und der Anspruch ist, das dann versuchen zu verinnerlichen und besser zu machen. Es war nicht alles katastrophal und immerhin haben wir gegen einen sehr guten Gegner gespielt.“ sieht er Ansätze und verlangt aber „Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass gerade grundlegende Themen halt nicht gestimmt haben. Was nicht so funktioniert hat waren teilweise Basics und die müssen wir wieder zum stimmen bringen, damit wir darauf aufbauen können, sonst wird es schwierig. Wir müssen es einfach schaffen gegen einen vermutlich wieder körperlich sehr präsenten Gegner dagegen zu halten, um in die richtigen Bahnen zu kommen. Dann könnte es möglich sein, die Punkte in Ehningen zu behalten.“

„Natürlich hat es das Auftaktprogramm in sich und mit Hofherrnweiler-Unterrombach und Berg haben wir jetzt noch weitere etablierte Mannschaften auf dem Spielplan, die bereits seit Jahren in der Verbandsliga spielen. Da müssen wir weiter lernen, möglichst punkten um dann in all den Partien präsent zu sein, wo es machbarer erscheint mitzuhalten und erfolgreich zu sein.“ ordnet der Coach ein. „Ich glaube dann wird sich die Lage auch relativ schnell wieder zum positiven drehen und das ist unser Ziel. Das allerwichtigste ist einfach, dass wir nicht vergessen, wo wir herkommen und auch mit dem Wissen in der Liga sind, dass wir in jedem Spiel der Underdog sein werden. Auch wenn wir mal zwei Spiele gewonnen haben, bin ich weiterhin davon überzeugt, dass wir in jedem Spiel Underdog sind. Mit dem Wissen ist es zwar nicht so leicht, ein 1:7 zu verdauen aber ich glaub dann kann man da einfacher darüber hinwegsehen. Zwar hat es uns jetzt die Tordifferenz etwas verhagelt, aber jedes 1:0 zählt am Ende vermutlich mehr und wiegt schwerer.“

TSV Ehningen II – SV Magstadt (Sonntag, 14:00 h)

Am Sonntag erwartet die 2. Mannschaft mit dem Absteiger aus der Kreisliga A eine hohe Hürde. Der SV Magstadt will wieder hoch und hat in drei Spielen auch drei Mal gewonnen.Da muss alles passen um gegen diesen Gegner bestehen zu können. Wichtig wäre es um den eigenen Ambitionen Nahrung zu geben.

„Mit Magstadt kommt ein Absteiger aus der Kreisliga. A, der will natürlich wieder hoch und hat auch einen guten Start hingelegt“ stellt Ishak Bayrak fest. „Ich freu mich auf das Spiel am Sonntag, weil wir jetzt einen Gegner haben, bei dem man davon ausgehen kann, dass er Fußball spielen will. Die werden stärker sein als die letzten Gegner und natürlich wird unsere Abwehr wieder gefordert sein.“

„Wir müssen einfach schauen, dass die Null lange stehen bleibt und vorne sind wir eigentlich immer gut für ein Tor. Daher liegen uns grad solche Mannschaften eher, bei denen wir nicht das Spiel machen müssen. Wir werden natürlich alles dafür geben, dass die drei Punkte in Ehningen bleiben und wollen jetzt nach dem Sieg gegen Croatia natürlich unsere Serie weiter fortsetzen.“ kündigt der Spielertrainer an.

„Görgis Bayrak wird ausfallen jetzt am Wochenende, bei mir geht es aber wieder und ich denke, wir werden auch wieder eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“ zeigt man sich optimistisch.