Countdown Richtung Saisonstart – 2

Seit Montag gibt hier es täglich Informationen/Artikel/Meinungen/Vorschau in Richtung der neuen Runde. Heute:

Premiere in der Verbandsliga

TSV Ehningen – TSG Balingen II (Samstag, 14:00 h)

Neue Liga, neuer Spieltermin am Samstag, neue Gegner, neue Mannschaft – die Saison 2026/27 zeigt viele Neuerungen für den TSV Ehningen und seine Anhänger.

„Jugend forsch(t)“ kann man das Abenteuer Verbandsliga für die Schalkwiesenkicker überschreiben. 10 verbliebene Spieler der Meistermannschaft, sowie mehr als 15 Neuzugänge versuchen miteinander, unter Anleitung des eingespielten Trainerteams, die Herausforderung Verbandsliga zu bewältigen. Einige Korsettstangen aber auch vor allem viele, viele junge Talente werden versuchen, die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt zu erreichen. Dass in der vergangene Saison auch 40 Punkte nicht zum Liga-Verbleib reichten, zeigt wie groß die Aufgabe ist.

Als Absteiger Nummer 1 werden die Schalkwiesenkicker gehandelt, insofern wird von Anfang an um jeden Punkt zu ringen sein. Wenn man die Namen, die Spielerkader und die Historie einiger Gegner sieht, muss alles dafür getan werden, um nicht als Prügelknabe durch die Saison zu gehen. Der TSV Ehningen stellt mit einem Durchschnittsalter von ca. 20,5 Jahren das mit Abstand jüngste Team der Liga. Dazu passt, dass mit Trainer Johannes Pfeiffer und Abteilungsleiter Marcel Sitter zwei knapp über 30jährge das Abenteuer Verbandsliga steuern.

Platz 2 in der Landesliga, Titel und Aufstieg in die Verbandsliga, Abstieg als 13. und wieder der Titel in der Landesliga – der Weg der TSG Balingen II liest sich beeindruckend und zeigt, wie erfolgreich in den letzten Jahren gearbeitet wurde. War man bis dato noch Regionalliga U23, ist dieses Jahr die erste Mannschaft in die Oberliga abgestiegen, mit dem klaren Ziel des Wiederaufstiegs. Insofern stellt der Gegner die Nachwuchsmannschaft für einen Verein dar, der nach höherem strebt.

Bei der TSG läuft vermutlich mit Finn König ein echter Ehninger auf. Der 20jährige landete nach Stationen beim VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers noch in der Jugend in Balingen, ist Stammspieler und hegt sicher weitergehende Ambitionen. Wenn es beim Namen klingelt – ja, der junge Mann ist Sohn von Steffen König und Enkel von Eckhard König – beide über lange Zeit als Spieler, Spielleiter bzw. Vizepräsident des TSV Ehningen engagiert.

Mit gemischten Gefühlen geht das Team von Johannes Pfeiffer in Richtung des ersten Punktspieles. Da ist zum einen die Vorfreude nach der Vorbereitung, zum anderen ist klar, dass einiges nicht ganz so gelaufen ist, wie es ideal wäre. Es ist der Respekt vor der Aufgabe spürbar, gepaart mit der prinzipiellen Zuversicht, ganz gut zurecht zu kommen. Personell wird sich die Situation hoffentlich leicht entspannen. Die Gesamtsituation mit noch vielen Langzeitverletzten und Urlaubern macht es entbehrlich, auf Einzelheiten einzugehen. Dazuhin muss man noch das Abschlusstraining abwarten.

„Mit Balingen erwarten wir einen Gegner mit einer jungen Mannschaft, ähnlich wie wir, die vermutlich auch mit dem Ball einiges machen möchte. Es gibt zwar einiges an Videomaterial das wir gesichtet haben, aber 100 % einschätzen können wir nicht, was dann am Ende des Tages auf uns zukommt.“ geht der Ehninger Coach auf die Gäste ein, betont aber „Der Fokus soll eher auf dem liegen, wie wir spielen wollen. Wir wollen so wie wir die letzten Wochen in den Test- und Pokalspielen gespielt haben auftreten und immer wieder unsere Nadelstiche setzen, gute Ballgewinne haben und nach Möglichkeit ein gutes Umschaltspiel zeigen. Das sind die Punkte wo wir hinkommen wollen und was wir aus den letzten Wochen auch mitnehmen müssen.“ beschreibt er die angestrebte Spielanlage.

Verbesserungsbedarf sieht Johannes Pfeiffer auch „Wir haben es sehr selten geschafft, Spiele zu null zu spielen. Die Anfälligkeit hinten ist aktuell sehr schwer in den Griff zu bekommen. Das liegt nicht nur an der Kette, sondern im allgemeinen am Defensivverhalten und deswegen ist unser Ziel, prinzipiell zu null zu spielen, dass wir kaum was zulassen und dann eben nach vorne Akzente setzen.“

In diesem Zusammenhang hat sich der neue Torhüter Paul Ulmer immer wieder auszeichnen können. „Ganz klar wollen wir mit einem Sieg positiv in die Runde starten und direkt ein gutes Gefühl gegen einen vermeintlich direkten Konkurrenten gewinnen“ läßt der junge Coach keinen Zweifel.